Digitale Souveränität: KI-Wettbewerb global

Blick über den Tellerrand: Es ist nachvollziehbar, dass Big Tech aus den USA den KI-Markt dominieren möchte. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie souverän Europa in dieser Angelegenheit ist. Souveränität gründet auf Kompetenz und Durchsetzungsvermögen. Europa besitzt zweifellos Kompetenz in Sachen KI, doch bei der Durchsetzungsfähigkeit bestehen Bedenken. Zwar kann Europa den heimischen Markt durch Verordnungen wie die DSGVO und den AI Act regulieren, doch bleibt die Frage, ob diese Standards zu einem globalen Maßstab werden können, der im Wettbewerb mit den USA und China Bestand hat.

In Europa mag vorgeschrieben sein, dass Gesichtserkennung auf Flughäfen nur innerhalb eines gesetzlichen Rahmens eingesetzt wird, aber die globale Reichweite dieser Technologie geht weit darüber hinaus. So könnte man in Frankfurt ohne Überwachung abfliegen, aber in Kinshasa könnte man mit chinesischer Gesichtserkennungstechnologie erfasst werden. Die Herausforderung für Europa besteht darin, nicht nur intern Souveränität und Standards zu etablieren, sondern auch auf internationaler Ebene Einfluss zu nehmen und mit globalen Partnern zusammenzuarbeiten, um gemeinsame Prinzipien für den Einsatz und die Regulierung von KI zu fördern.

#prompterledigt


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Achim Weidner ist ein zertifizierter Social Media Manager (IHK) und Absolvent des Zertifizierungsprogramms „Rechtliche Aspekte der IT- und Internet-Compliance“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Dieses Programm ist angesiedelt in der Fakultät für Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften und deckt folgende Bereiche ab: Datenschutz, Datensicherheit, Internetrecht sowie Computer- und Internetstrafrecht, ergänzt durch den Aspekt der technischen Datensicherheit.