„Mit Daten Sprechen“: So machen Handwerk, Handel und Berater ihre KI groß

KI als Chance für KMU

Künstliche Intelligenz (KI) klingt oft nach teuren Großkonzernen. Doch gerade für kleine und mittlere Betriebe – ob im Handwerk, im Laden oder in der Beratung – ist KI die beste Chance, um trotz steigender Kosten und Personalmangel produktiver zu werden.

Der eigene Datenschatz als Grundlage

Ihre wichtigste Grundlage dafür haben Sie schon: Ihren eigenen Datenschatz (Kundenakten, Rechnungen, Lagerlisten). Wenn Sie diesen Schatz richtig mit einem Sprach-Modell (der „denkenden“ KI) verbinden, arbeiten Sie qualifiziert und effizient.

Der Gewerbeverein Rüsselsheim hat sich in diesem Jahr intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt und bereits drei zentrale Veranstaltungen zu den Fragestellungen Mit Daten sprechen und agieren – Wie Unternehmen ihre Datenschätze mit generativer KI erschließen, Künstliche Intelligenz für den Mittelstand – Der Gewerbeverein Rüsselsheim als Wegbereiter sowie Google unter Druck: Die neue Ära der KI-gesteuerten Suche und ihre Folgen durchgeführt.

Dieser Artikel fasst die wesentlichen Aspekte zusammen, die für Ihren Erfolg mit generativer KI entscheidend sind.

Ihre wichtigste Grundlage dafür haben Sie schon: Ihren eigenen Datenschatz (Kundenakten, Rechnungen, Lagerlisten). Wenn Sie diesen Schatz richtig mit einem Sprach-Modell (der „denkenden“ KI) verbinden, arbeiten Sie qualifiziert und effizient.

Einsatz von KI in der Werkstatt. Kundendaten und Produktdaten auf einen Blick.
Einsatz von KI in der Werkstatt. Kundendaten und Produktdaten auf einen Blick.

Um aus einem guten Start einen echten Wettbewerbsvorteil zu machen, müssen die folgenden drei Bereiche optimiert werden:

1. Das Richtige Werkzeug-Set: Die klare Struktur

KI ist heute ein riesiger Werkzeugkasten, der ständig wächst. Sie brauchen nicht alles, aber Sie brauchen einen Plan, welche digitalen Werkzeuge Sie nutzen und wie sie zusammenpassen.

1.1. Werkzeugwahl nach Nutzen (Fokus)

Der Fokus liegt darauf, das digitale Werkzeug zu wählen, das den größten Nutzen für Ihr Geschäft bringt. Vermeiden Sie es, Werkzeuge nur um der Technologie willen einzusetzen.

1.2. Standard-KI statt Eigenentwicklung (Vorteil)

Statt teure, komplizierte Lösungen zu entwickeln, wählen Sie Standard-KI-Lösungen aus, die optimal zu Ihrer Branchensoftware passen. Zum Beispiel: Die beste Chat-Lösung für Ihren Online-Shop oder die beste Software für Ihre digitale Akte in der Beratung.

1.3. Struktur führt zu schnellerer Nutzung (Effekt)

Mit einer klaren Auswahl und Struktur verlieren Sie nicht den Überblick. Dies führt dazu, dass Sie schneller von der ersten Idee zur täglichen Nutzung der Technologie kommen.

2. Die Daten-Ordnung: Der saubere Treibstoff

Ihre Daten sind der Treibstoff der KI. Wenn der Tank schmutzig ist, stottert der Motor. In vielen Betrieben verhindern Probleme mit den Daten (z.B. falsche Adressen, unvollständige Lagerlisten) den Erfolg der KI.

2.1. Saubere Daten sind der Schlüssel (Fokus)

Die Daten müssen sauber, zugänglich und rechtlich abgesichert sein. Nur so kann die KI verlässliche Ergebnisse liefern.

2.2. Daten als eigenes Produkt sehen (Vorteil)

Sehen Sie Ihre Daten nicht als lästige Verwaltung, sondern als Produkt. Erstellen Sie klare Regeln, wer für welche Daten (Kunden, Produkte, Prozesse) verantwortlich ist. Das geht auch aus ihrem Verfahrensverzeichnis nach Artike 30 DSGVO hervor. bzw. sollte dort festgelegt sein, wenn es sich um personenbezogene Daten handelt. Diesen Grundsatz können Sie auch grundsätzlich für die Sicherstellung der Datenqualität anwenden.

2.3. Automatisierter Zugriff durch Struktur (Effekt)

Wenn die Daten klar strukturiert sind, kann die KI automatisch darauf zugreifen und sie nutzen – zum Beispiel, um rechtssicher Angebote zu erstellen oder Lagerbestellungen zu simulieren.

3. Das Fachwissen: Der Mensch am Steuer

KI macht den Menschen nicht überflüssig, sondern mächtiger. Der wichtigste Erfolgsfaktor sind Sie und Ihre Mitarbeiter. Sie besitzen das Fachwissen aus Ihrem Handwerk, Ihrem Laden oder Ihrer Beratung.

3.1. Fachwissen mit KI-Funktionalität verbinden (Fokus)

Verknüpfen Sie Ihr Fachwissen (Wie funktioniert mein Handwerk? Was will mein Kunde?) mit dem Wissen, was die KI alles kann.

3.2. KI übernimmt zeitraubende Aufgaben (Vorteil)

Die KI übernimmt die lästigen, zeitraubenden Aufgaben (z.B. Stammdatenpflege, Kundenanfragen, erste Angebotsentwürfe). Dies schafft Freiräume im Alltag.

3.3. Das Team als „Dirigent“ (Effekt)

Ihr Team wird zum „Dirigenten“ der Technologie. Sie können sich auf Ihre Kernarbeit konzentrieren, Prozesse kontinuierlich verbessern und so die Produktivität steigern und Ihre Wettbewerbsposition verbessern.

Fazit: Einfach starten und groß denken

Der Erfolg der KI hängt von drei einfachen Pfeilern ab:

  • Struktur (Architecture)
  • Daten (Data)
  • Können (Expertise)

Nutzen Sie Ihren eigenen Datenschatz als Ausgangspunkt. Wenn Sie diese drei Felder im Blick behalten, machen Sie aus der KI kein Pilotprojekt, sondern ein starkes, skalierbares Werkzeug für Ihren Alltag und Ihren Erfolg.


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Meine Qualifikation

Achim Weidner

Achim Weidner ist Kenner für Datenschutz, Datensicherheit, soziale Medien und generative KI. Mit über 25 Jahren Erfahrung unterstützt er Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen dabei, digitale Herausforderungen zu meistern und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Ansatz und Nutzen

Sein Ansatz verbindet technisches Know-how mit rechtlicher und strategischer Weitsicht. Er liefert praxistaugliche Lösungen und strategische Impulse, um digitale Chancen sicher und effizient nutzbar zu machen. Kunden erhalten damit die Grundlage für belastbare digitale Strukturen und Mehrwert. Achim Weidner ist in der Region Frankfurt RheinMain (Rüsselsheim) sowie bundesweit tätig.

Qualifikationen und Mandate

Achim Weidner ist Absolvent des Zertifizierungsprogramms „Rechtliche Aspekte der IT- und Internet-Compliance“ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Das Programm deckt Datenschutz, Internetrecht sowie Computer- und Internetstrafrecht ab. Zusätzlich ist er zertifizierter Social Media Manager (IHK) und KI-Manager. Er übernimmt Mandate als externer Datenschutzkoordinator und externer Datenschutzbeauftragter.

Digitale Kompetenz: Tastend durch den Wandel

Mit der KI-Revolution eröffnen sich neue Denkweisen und Arbeitsformen, die Achim Weidner in seine Praxis integriert. Er versteht agentenbasiertes Arbeiten als tastendes Durchqueren des digitalen Flusses: Mensch, KI und Agenten ergänzen sich dabei zu einem Team, das Fortschritt und Mehrwert ermöglicht. So entstehen Lösungen, die den Wandel gestalten und Herausforderungen meistern.

Horizonterweiterung bei openHPI

Chatbots leicht gemacht: Große Sprachmodelle einfach nutzen +++ Lehrkräfteprofessionalisierung für KI in Schule und Unterricht +++ Sustainability in the digital age: Environmental Impacts of AI Systems +++ KI-Biases verstehen und vermeiden +++ Profitable AI +++ Einführung in das Quantencomputing – Teil 1 +++ Digitale Medizin – Was ist ethisch verantwortbar? +++ Digitale Privatsphäre: Wie schütze ich meine persönlichen Daten im Netz? +++ Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen in der Praxis +++ Blick hinter den Hype: Aktuelle Entwicklungen rund um KI, Blockchain und IoT +++ ChatGPT: Was bedeutet generative KI für unsere Gesellschaft? +++ KI und Datenqualität – Perspektiven aus Data Science, Ethik, Normung und Recht +++ Blockchain: Hype oder Innovation? +++ Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen für Einsteiger +++ Blockchain – Sicherheit auch ohne Trust Center

Referententätigkeit

Achim Weidner war als Referent an der Volkshochschule Rüsselsheim und VHS Frankfurt am Main und für die Konrad Adanauer Stiftung tätig, wobei seine Schwerpunkte auf gesellschaftlichen und technologischen Fragestellungen lagen. Zu seinen Vortragsthemen zählten unter anderem: Künstliche Intelligenz (KI), Roboter, Atomforschung, Teilchenbeschleuniger, Digitalisierung, Silicon Valley, Neue Seidenstraße.