Google ist nicht mehr nur googeln, sondern wird zum plexen.
07.05.2025 | Gibt man bei Google eine Suchanfrage ein, erhält man eine Liste, an deren Spitze bezahlte Werbung zum Suchthema steht, gefolgt von einer Liste mit möglicherweise relevanten Links zu Webseiten. Hier konnten sich bisher SEO- und Keyword-Spezialisten auszeichnen. Doch diese Zeiten sind vorbei. Begonnen hat alles 2022, zeitgleich mit dem Start von ChatGPT, als die Antwortmaschine Perplexity an den Start ging. Das ist eine US-Plattform, die auf eine geschriebene oder gesprochene Frage Antworten mit den entsprechenden Quellenangaben liefert. Hier steht die qualifizierte Antwort auf die Frage des Nutzers im Vordergrund.

Wir erleben einen Wandel vom SEO (Search Engine Optimization/Suchmaschinenoptimierung) hin zum SGE (Search Generative Experience/Generative Sucherfahrung). Mit SGE erhalten Nutzer auf ihre Suchanfragen sofort präzise Antworten und Empfehlungen, ohne die klassischen Suchergebnisse durchsuchen zu müssen.
Stellen Sie sich Ihre Sichtbarkeit im Netz wie eine erstklassige Lage in der Innenstadt vor: Hier präsentieren Unternehmen ihr virtuelles Schaufenster, um potenzielle Kunden anzuziehen. Doch in der digitalen Welt reicht es nicht aus, einfach präsent zu sein – Sie müssen gefunden werden, um erfolgreich zu sein. Mit dem Aufkommen KI-gesteuerter Technologien verändert sich grundlegend, wie Inhalte im Internet entdeckt und präsentiert werden. Herkömmliche Methoden wie die klassische Suchmaschinenoptimierung (SEO) verlieren zunehmend an Bedeutung. Dadurch wird die Planbarkeit für SEO-Strategen erschwert, da das Feature stark personalisiert ist und sich am individuellen Suchverhalten der Nutzer orientiert.
Auf diese Herausforderung stellt sich Google derzeit ein und baut seine Suche um. Das führt für die Nutzer zu besseren Suchergebnissen. Für einige SEO-optimierte und auf Keywords zentrierte Seiten könnte dies jedoch zu einem Rückgang der Seitenaufrufe führen. Weniger Seitenaufrufe bedeuten weniger Geschäft.
Was für den User von Vorteil ist, stellt Seitenbetreiber vor neue Herausforderungen. Diese sollten ihre Webangebote und Produkt- und Dienstleistungsangebote dahingehend überarbeiten, dass sie für den User Lösungen auf ihren Seiten anbieten. Das bedeutet beispielsweise, dass es nicht mehr genügt, ein Produktfoto und einen vagen Text zu veröffentlichen, sondern den konkreten Nutzen zu beschreiben. Also nicht mehr vom Keyword, sondern von der Lösung her denken.

Achim Weidner ist zertifizierter Social Media Manager (IHK) und Absolvent des Zertifizierungsprogramms (Certificate of Advanced Studies) „Rechtliche Aspekte der IT- und Internet-Compliance“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Dieses Programm ist angesiedelt in der Fakultät für Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften und deckt folgende Bereiche ab: Datenschutz, Datensicherheit, Internetrecht sowie Computer- und Internetstrafrecht, ergänzt durch den Aspekt der technischen Datensicherheit. Seite 2017 befasst er sich mit der Thematik der „Künstlichen Intelligenz“.
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