Warum humanoide Roboter mehr sind als nur Metall und Schaltkreise

Warum sollte man den Beitrag lesen

Um besser zu verstehen, warum humanoide Roboter so gebaut sind, wie sie sind. Der Beitrag zeigt, dass es nicht nur um Technik geht, sondern auch darum, wie Menschen und Roboter psychologisch miteinander interagieren können.

Auslöser für diesen Blogbeitrag war die Veranstaltung der Volkshochschule Frankfurt an Main „Künstliche Intelligenz (KI) – Lernen Sie FranKI kennen!“ Hinter dem Wortspiel aus Frankfurt und KI (FranKI) verbirgt sich der Roboter NAO.

Warum humanoide Roboter menschlich Aussehen: Psychologie trifft Mechanik

Warum sieht ein humanoider Roboter aus wie ein Mensch? Die Antwort ist vielschichtig und beruht sowohl auf menschlichen psychologischen Faktoren als auch auf mechanischen Anforderungen. Menschen reagieren instinktiv auf Wesen, die menschliche Mimik und körperliche Merkmale aufweisen. Dies ist ein Ergebnis unserer evolutionären Entwicklung, die uns auf bestimmte Merkmale wie direkten Blickkontakt, Bewegungen der Arme, Gesichtszüge und das Leben und Arbeiten in kooperativen Gruppen konditioniert hat.

Ein humanoider Roboter muss den Anschein vermeiden, dem Menschen gegenüber feindlich gesinnt zu sein. Er muss sich an den in der Evolution als vorteilhaft herausgebildeten Körperproportionen orientieren. Diese sind notwendig, um Leistungen ausführen zu können, die dem Menschen eigen sind, wie etwa Heben, Greifen, Laufen, Klettern, Werfen, Schlagen, Beugen und Rennen. Durch die menschenähnliche Gestaltung kann der Roboter eine breite Palette von Aufgaben erfüllen, die für menschliche Interaktion und Werkzeugbedienung konzipiert sind.

Die nächste Stufe der Robotik: Kooperation und Autonomie durch KI

Eine besondere Herausforderung beim Bau humanoider Roboter ist die Koordinierung und Feinabstimmung der Sensorik für die fließende und geschmeidige Bewegung der Körperglieder. Hinzu kommt die Integration der Sinne wie Orientierung und Bewegung im Raum, das Erkennen von anderen Menschen und Objekten und insbesondere die Fingerfertigkeit beim Greifen der Hände.

Eine neue Qualität erhält der Roboter, wenn er die erweiterte Fähigkeit besitzt, mit Menschen auf gleicher Hierarchieebene zu assistieren und zu kooperieren. Durch verfügbares WLAN, gesteigerte Rechenleistung und Miniaturisierung im Bereich der Mechanik und Elektronik kann der Roboter nun mit generativer KI ausgestattet werden. Er kann in einem definierten Rahmen autonom handeln, hat Wahloptionen und kann im Dialog mit seinem menschlichen Gegenüber auch außerhalb von starren Wenn-Dann-Beziehungen in einem Wahrscheinlichkeitsraum mit neuen Entscheidungsoptionen operieren.

Ein Beispiel dafür ist der denkwürdige 37. Zug von AlphaGo im zweiten Spiel gegen den südkoreanischen Go-Meister Lee Sedol. Dieser Zug war unerwartet und schien auf den ersten Blick unkonventionell, sogar fehlerhaft, aus menschlicher Sicht. Allerdings stellte sich später heraus, dass dieser Zug genial war und zum Sieg von AlphaGo beitrug.

Wir sollten wieder lernen, erstaunt zu sein.

Zum Stand der Dinge: Boston Dynamics: 40 years of development (1983 – 2023 ) Atlas
https://youtu.be/_EZQx87DyzM


Social Media: Facebook | Instagram | LinkedIn | X (Twitter) | Bei Fragen gerne jederzeit per E-Mail an post@achim-weidner.de

Achim Weidner ist ein zertifizierter Social Media Manager (IHK) und Absolvent des Zertifizierungsprogramms „Rechtliche Aspekte der IT- und Internet-Compliance“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Dieses Programm ist angesiedelt in der Fakultät für Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften und deckt folgende Bereiche ab: Datenschutz, Datensicherheit, Internetrecht sowie Computer- und Internetstrafrecht, ergänzt durch den Aspekt der technischen Datensicherheit.