EU AI Act: KI-Kompetenz ab Februar 2025 Pflicht – So bereiten Sie Ihr Unternehmen vor!

Der Countdown läuft!

17.01.2025 Ab dem 02. Februar 2025 treten mit dem neuen EU-AI Act (im Deutschen KI-VO / Verordnung) schrittweise neue Regelungen für den Einsatz von KI-Systemen in Unternehmen in Kraft. Unabhängig davon, ob Sie ein kleines Startup, Freelancer oder ein großes Unternehmen führen – sobald KI-Technologie in Ihrem Geschäft eine Rolle spielt, müssen Sie die Vorgaben der KI-VO beachten.

Dies gilt auch für Anwendungen wie Microsoft Copilot (ab Windows 11 und Office-Apps), ChatGPT, Mistral, Claude und andere Sprachmodelle, unabhängig davon, ob diese auf dem Desktop-PC oder auf dem Smartphone genutzt werden. Eine der zentralen Anforderungen ist die Sicherstellung ausreichender KI-Kompetenz. Doch was bedeutet das genau und wie können Sie sich und Ihr Unternehmen optimal darauf vorbereiten?

Was ist KI-Kompetenz?

Artikel 4 der KI-VO verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen dazu, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass ihre Mitarbeiter und alle anderen Personen, die mit KI-Systemen zu tun haben, über ausreichende KI-Kompetenz verfügen.

Das bedeutet: Sie müssen in Ihre eigene Weiterbildung und die Ihrer Mitarbeiter investieren, damit diese KI-Systeme sachkundig einsetzen können und die damit verbundenen Chancen und Risiken verstehen.

Welche Kompetenzen sind wichtig?

Die Anforderungen an die KI-Kompetenz sind im KI-VO noch abstrakt formuliert. Klar ist jedoch, dass es dabei nicht nur um technisches Know-how geht. Auch ein fundiertes Verständnis der ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI-Systemen ist unerlässlich.

Hier einige Beispiele für wichtige KI-Kompetenzen:

  • Grundlegendes Verständnis von KI und ihren Anwendungsbereichen. Bedenken Sie, dass heute schon viele Mitarbeiter KI-Systeme als sogenannte Schatten-IT auf ihren privaten Geräten nutzen. Dies ist positiv und sollte gefördert werden.
  • Kenntnisse der Datenschutzbestimmungen im Zusammenhang mit KI (DSGVO), also keine personenbezogenen Daten von Mitarbeitern oder Kunden bei Chatdialogen eingeben und Informationen, die eigene Geschäftsgeheimnisse oder die eines Kunden beinhalten, beim Chat-Dialog (Prompt) nutzen.
  • Fähigkeit, KI-Systeme zu bedienen und zu überwachen und die Übertragung von Daten zu Trainingszwecken deaktivieren.
  • Risikobewertung und -management im Umgang mit KI.
  • Bewusstsein für ethische Fragen und die Datenqualität beachten. Sonst gibt es sogenannte Verzerrungen oder die KI halluziniert.

Wie können Sie die KI-Kompetenz in Ihrem Unternehmen stärken?

  • Bestandsaufnahme: Analysieren Sie, welche KI-Systeme Sie bereits einsetzen oder in Zukunft einsetzen möchten. Denken Sie auch an die Schatten-IT der Mitarbeiter. Wenn Sie KI mit Personenbezug nutzen, müssen Sie diese auch im Verfahrensverzeichnis nach Artikel 30 DSGVO dokumentieren.
  • Kompetenzanalyse: Identifizieren Sie die benötigten KI-Kompetenzen für die jeweiligen Anwendungsfälle.
  • Schulungskonzepte: Entwickeln Sie maßgeschneiderte Schulungsprogramme für sich und Ihre Mitarbeiter, die auf ihre jeweiligen Bedürfnisse und Vorkenntnisse abgestimmt sind. Denken Sie daran, KI dient der Produktivitätssteigerung im Unternehmen. Es werden zahlreiche, auch kostenlose Fortbildungsveranstaltungen angeboten (Bitkom, KI-Campus, openHPI).
  • Sensibilisierung: Sorgen Sie für ein allgemeines Bewusstsein für die strategische Bedeutung von KI-Kompetenz im Unternehmen.

Fazit: Die Zeit zum Handeln ist jetzt!

Die Frist für die Umsetzung der KI-Kompetenz ist knapp. Nutzen Sie die Zeit und bereiten Sie Ihr Unternehmen bestmöglich auf die neuen Anforderungen vor. Investitionen in die KI-Kompetenz Ihrer Mitarbeiter zahlen sich aus – sie sichern nicht nur die Einhaltung der Vorschriften, sondern stärken auch die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens.


Die zentralen Bestimmungen des EU-AI-Act / KI-VO über KI-Kompetenz

Artikel 4 KI-VO | KI-Kompetenz

Die Anbieter und Betreiber von KI‑Systemen ergreifen Maßnahmen, um nach besten Kräften sicherzustellen, dass ihr Personal und andere Personen, die in ihrem Auftrag mit dem Betrieb und der Nutzung von KI‑Systemen befasst sind, über ein ausreichendes Maß an KI‑Kompetenz verfügen, wobei ihre technischen Kenntnisse, ihre Erfahrung, ihre Ausbildung und Schulung und der Kontext, in dem die KI‑Systeme eingesetzt werden sollen, sowie die Personen oder Personengruppen, bei denen die KI‑Systeme eingesetzt werden sollen, zu berücksichtigen sind.

Artikel 3 Nr. 56 KI-VO | Begriffe

KI‑Kompetenz“ die Fähigkeiten, die Kenntnisse und das Verständnis, die es Anbietern, Betreibern und Betroffenen unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Rechte und Pflichten im Rahmen dieser Verordnung ermöglichen, KI‑Systeme sachkundig einzusetzen sowie sich der Chancen und Risiken von KI und möglicher Schäden, die sie verursachen kann, bewusst zu werden.


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Meine Qualifikation

Kernkompetenzen

  • Datenschutz-Compliance, IT- und Internet-Compliance, externer Datenschutzbeauftragter, externer Datenschutzkoordinator, generative KI in Unternehmen, KI-Compliance und DSGVO, Social-Media-Governance, KI-gestützte Internetstrategien, digitale Sicherheitskonzepte, agentenbasierte KI-Workflows, Blockchain- und IoT-Diskurse, Digitalisierungsstrategien im Mittelstand
Achim Weidner: Mit Daten sprechen – Wie Unternehmen ihre Datenschätze mit generativer KI erschließen
Achim Weidner: Mit Daten sprechen – Wie Unternehmen ihre Datenschätze mit generativer KI erschließen

Kurzbeschreibung

  • Achim Weidner unterstützt Unternehmen und Institutionen im Raum Frankfurt RheinMain und bundesweit bei Datenschutz, Datensicherheit, sozialer Mediennutzung und generativer KI.
  • Im Mittelpunkt stehen praxisorientierte Analysen, Strategien und Schulungsformate zu digitalen Technologien und deren rechtlichen und organisatorischen Folgen.

Professional Service

  • Entwicklung und Umsetzung von Datenschutz- und IT-Compliance-Strukturen, inklusive Mandaten als externer Datenschutzkoordinator und externer Datenschutzbeauftragter.
  • Übersetzung komplexer KI-, Daten- und Plattformtechnologien in handhabbare Leitlinien, Entscheidungsunterlagen, Schulungen und FAQ-Formate für Geschäftsführung, Fachbereiche und Mitarbeitende.
  • Begleitung beim Einsatz generativer KI, beim Aufbau KI-gestützter Internet- und Social-Media-Strategien sowie bei der Bewertung von Risiken, Chancen und regulatorischen Anforderungen.

Person

Er gilt als kompetenter Übersetzer zwischen Technik, Recht und Management, tritt als Referent zu KI, Digitalisierung und Geopolitik auf und nutzt ein breites Weiterbildungsportfolio (u. a. openHPI) für aktuelle, anwendungsnahe Perspektiven.

Achim Weidner verbindet mehr als 25 Jahre operative Erfahrung in digitalen Projekten mit einer zertifizierten Qualifikation in „Rechtliche Aspekte der IT- und Internet-Compliance“ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, ergänzt durch Abschlüsse als Social Media Manager (IHK) und KI-Manager.

Horizonterweiterung bei openHPI

Chatbots leicht gemacht: Große Sprachmodelle einfach nutzen +++ Lehrkräfteprofessionalisierung für KI in Schule und Unterricht +++ Sustainability in the digital age: Environmental Impacts of AI Systems +++ KI-Biases verstehen und vermeiden +++ Profitable AI +++ Einführung in das Quantencomputing – Teil 1 +++ Digitale Medizin – Was ist ethisch verantwortbar? +++ Digitale Privatsphäre: Wie schütze ich meine persönlichen Daten im Netz? +++ Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen in der Praxis +++ Blick hinter den Hype: Aktuelle Entwicklungen rund um KI, Blockchain und IoT +++ ChatGPT: Was bedeutet generative KI für unsere Gesellschaft? +++ KI und Datenqualität – Perspektiven aus Data Science, Ethik, Normung und Recht +++ Blockchain: Hype oder Innovation? +++ Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen für Einsteiger +++ Blockchain – Sicherheit auch ohne Trust Center

Referententätigkeit

Achim Weidner war als Referent an der Volkshochschule Rüsselsheim und VHS Frankfurt am Main und für die Konrad Adanauer Stiftung tätig, wobei seine Schwerpunkte auf gesellschaftlichen und technologischen Fragestellungen lagen. Zu seinen Vortragsthemen zählten unter anderem: Künstliche Intelligenz (KI), Roboter, Atomforschung, Teilchenbeschleuniger, Digitalisierung, Silicon Valley, Neue Seidenstraße.